Was bedeutet ein Mahnverfahren?

Das Mahnverfahren ist ein schneller Weg, um dem Gläubiger gegen den Schuldner zu seinem Recht zu verhelfen. Ein oft langwieriges und teures Streitverfahren vor Gericht soll damit vermieden werden. Im Mahnverfahren können nur Ansprüche geltend gemacht werden, die auf Zahlung einer bestimmten Geldsumme in Euro gerichtet sind.

Die Besonderheit des Mahnverfahrens besteht darin, dass vom Gericht nicht geprüft wird, ob dem Gläubiger der geltend gemachte Anspruch tatsächlich zusteht. Wer einen Mahnbescheid erhält, muss also selbst prüfen, ob er dem Gläubiger die darin genannte Geldsumme schuldet.

Das gerichtliche Mahnverfahren

Nach Erhalt des Mahnbescheid haben Sie drei Möglichkeiten

  • Mahnung bezahlen – das gerichtliche Mahnverfahren ist damit beendet
  • innerhalb von 2 Wochen Widerspruch einlegen – anschließend kommt es zur Gerichtsverhandlung
  • nichts unternehmen – wodurch der Gläubiger innerhalb von sechs Monaten die Zusendung eines Vollstreckungsbescheids beantragen kann

Der Vollstreckungsbescheid

Erhebt der Schuldner nicht innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Vollstreckungsbescheides einen Einspruch, erfolgt die Zwangsvollstreckung.
Nach Erhalt des Vollstreckungsbescheids haben Sie drei Möglichkeiten

  • Gesamtsumme bezahlen – der Vollstreckungsbescheid ist damit beendet
  • binnen 2 Wochen schriftlich Einspruch einlegen – der Antragsteller kann daraufhin eine Gerichtsverhandlung beantragen
  • nichts unternehmen – dann kommt es unwiderruflich zur Zwangsvollstreckung