Eidesstattliche Versicherung als Weg aus den Schulden?

Auf Antrag der Gläubiger ordnen Gerichte eine Eides­statt­liche Versicherung an, meistens wenn eine Pfändung nicht zum Erfolg führte. Jetzt muss der Schuldner sozusagen unter Eid alle Einkünfte und Vermögen offen legen, bei Falschaussagen macht man sich strafbar!

Die Eides­statt­liche Versicherung kann auch vor Ort durch einen Gerichts­voll­zieher abge­nommen werden, wenn bei der Pfändung nicht viel zu holen war. Die meisten Schuldner müssen jedoch vor Gericht erscheinen und glaubhaft erläutern, wo Sie arbeiten, wieviel Sie verdienen, ob Sie etwas Wert­volles besitzen oder irgendwo Vermögen angehäuft haben.

Viele Gläubiger geben meistens erst dann Ruhe, wenn sie von einer offiziellen Eides­statt­lichen Versicherung erfahren. Dann erst ist es rechtskräftig bestätigt dass beim Schuldner nichts zu holen ist. Eine Eides­statt­liche Versicherung ist im Regelfall für drei Jahre gültig. Beim Amts­gericht wird der Schuldner auto­matisch für drei Jahre jeweils bis Jahres­ende im Schuld­nerverzeichnis geführt.

Über die Schufa erfährt auch Ihre Bank von Ihrer Eides­statt­lichen Versicherung, denn die Schufa teilt den Banken mit, ob ein Schuldner überhaupt kreditwürdig ist. Leider streichen einige Banken daraufhin den Disporahmen oder kündigen das Girokonto, wenn sie von einer Eides­statt­lichen Versicherung erfahren.